Über das Angeln in Italien, nicht nur auf dem Fluss Po

Ein allgemeiner Artikel über das Angeln in Italien, welcher euch sagt, wie ihr euch eine Angelerlaubnis besorgt, welche Regeln hier sind und wie die Kontrollen verlaufen.

Jedes Jahr fahren nach Italien, konkret zum Fluss Po hunderte von Anglern aus ganz Europa, welche sich nach einem kapitalen Wels oder Karpfen sehnen. Dass hier Welse sind, ist schon ab dem zweiten Weltkrieg bekannt und so könnt ihr euch sicher sein, dass ihr hier auf ein wirkliches Monstrum stoßen werdet. Dieser Artikel ist aber nicht nur über die Welse, sondern beinhaltet auch allgemeine Informationen über das Angeln in Italien.

Wann, wo und wie sollte man in Italien angeln

Zu den besten Monaten gehört der März, Mai und dann September und Oktober. Natürlich kommt es auch darauf an, wie das Wetter ist, aber die oben beschriebenen Monate sind in der Regel am erfolgreichsten. Falls ihr eine breite Skala an Erfahrungen habt, dann könnt ihr hier erfolgreich das ganze Jahr fangen. Die meistbesuchte und wahrscheinlich beste Stelle für das Angeln von Welsen ist das Flussdelta, welches sich in der Nähe der Stadt Porto Tolle befindet. Hier teilt sich der Fluss Po nämlich in zwei Arme, welche weiter in das Adriatische Meer fließen. Der erste Flussarm trägt den Namen Po di Gnoca und ist auf der rechten Seite des Flusses. Der zweite Arm heißt Po di Maistra und ist auf der anderen Seite. Am meisten wird hier beim freien Driften geangelt und dass mit der Verwendung von der Lockpfeife oder ohne. Sehr gut kann man hier aber auch auf eine Bojen-Montage vom Ufer fangen.

Auf dem Fluss Po müsst ihr euch aber nicht nur auf die Welse konzentrieren. Regelmäßig werden hier auch Karpfen und Barben relativ großer Maße geangelt. Manchmal kann man hier auch Dünnlippige Meeräschen, Zander oder Aale gefangen. Manchmal kann man auch einen Stör oder Hausen sehen. Gute Stellen für das Angeln von diesen Fischen sind in der Nähe der Stadt Corbola, oder bei der Stadt Occhiobello, wo der Fluss Panaro in den Fluss Po fließt.

Es ist wichtig darauf zu achte, dass die Karpfen in Italien ab dem ersten Mai bis zum dreißigsten Juni sind und das obere Maß 60cm ist.

Ein paar Wörter über den Fluss Po

Der Po entspringt in den Cottischen Alpen und fließt durch die Poebene vom Westen nach Osten. Direkt unter der Mündung mit dem Namen Tanara ist das Flussbett ca. 300m breit und ihr werdet hier Staudämme finden, welche vor Fluten schützen. Auf diese Art sind auch die Zuflüsse geschützt. Zwischen die größten und wasserreichsten gehört Dora Ripara, Ticino, Dora Baltea, Olio, Adda. Diese entspringen auf den südlichen Hängen der Alpen. Die Zuflüsse entspringen meistens auf den nördlichen Hängen der Toskanisch-Emilianischen Alpen.

Auf welche Art und Weise sind hier die Reviere angeordnet

Italien ist in Provinzen geteilt, was man einfach als Kreise und Ragione übersetzten kann. Dier Angelerlaubnis kauft man sich für einen gewissen Kreis, in welchem wir angeln wollen. Populär sind unter anderem auch verschiedene Kanäle und Seen. Auf einigen Seen ist auch das Nonstop-Angeln erlaubt. Dies ist aber nötig aus den Regeln herauszulesen, welche ihr zusammen mit der Angelerlaubnis erhalten werdet. Die Preise für die Angelerlaubnise sind überall gleich und manchmal muss noch eine Gebühr für die Benutzung des Bootes gezahlt werden. Bei der Ankunft empfehle ich auch, eins der lokalen Angel-Geschäfte zu besuchen und bei dem qualifizierten Personal nachzufragen. In Italien sind die Leute sehr nett und werden euch sicher gerne helfen.

Wie funktioniert die Verwaltung

Die Verwalter sind die Angestellten des Umweltamtes. Ich weiß aber nicht, ob diese Regel in allen Regionen gilt. An vielen Revieren findet man auch aktuelle Schilder über den Schutz von einigen Fischen. Alle Infos werden hier sehr gut aktualisiert. Über die Reviere und die Regulation des Wassers kümmern sich die Wasserverwalter, auch Angestellte, welche jeden Tag die Ufer mit dem Auto abfahren. Diese Angestellten kontrollieren regelmäßig die Wasserqualität und fangen oder lassen Fische aus.

Wo könnt ihr die Angelerlaubnis kaufen und wie viel wird diese ca. kosten

Die Erlaubnis kann man sich hier ganz einfach auf jeder Post holen, wo ihr sie auch bezahlen werdet. Im Flussdelta, was die beliebteste und meistbesuchte Stelle in Italien ist, bezahlt man 10 Euro und sie gilt für drei Monate. Wenn ihr hierher das erste Mal kommt, empfehle ich euch, in ein Angelgeschäft zu gehen. Hier könnt ihr die Erlaubnis auch besorgen, obwohl sie ein bisschen mehr kosten wird, aber dafür werdet ihr viele Infos erfahren, welche ihr bestimmt zu schätzen wissen werdet. Eine Erlaubnis kann man auch direkt bei dem regionalen Amt kaufen.

Überall ist es wichtig, nach den Regeln zu fragen oder diese zu lesen. Falls ihr nämlich auf den See Pusiano fahren würdet, welcher sich im Region Lombardia befinden, würde die Erlaubnis 16 Euro für 3 Monate kosten. Wenn ihr aber auch noch ein Boot benutzen wollt, müsst ihr weitere 90 Euro für ein halbes Jahr zahlen. Einige Stellen haben spezifische Einschränkungen und Regeln und deswegen ist es wichtig, ein bisschen zu lesen. Einfach gesagt sind die Regeln und die Preise jedes Mal anders.

Die lokale Angelordnung

Auf dem Flussdelta sind verschiedene Zonen. Jede Zone ist ein Stück des Flusses, wo unterschiedliche Regeln sind. Die meistbesuchte Zone ist die Zone C. Hier kann man sogar mit 5 Ruten angeln und das sogar nonstop. Woanders sind solche Bedingungen nicht, denn meistens kann man nur mit drei Ruten und nur sehr selten nonstop angeln. Meistens sind die Zeiten zwischen 4-23 Uhr. Bei den ersten Besuchen wusste ich diese Infos nicht und habe sie erst von den anderen Anglern erfahren. Einige Stellen wie Provincia Ferrara erlauben das Schlafen draußen nicht und es ist nur an gewissen Stellen erlaubt, welche in der Karte gekennzeichnet sind.

Es gibt hier eine relativ große Menge an Karpfen, welche aber ab dem 15. Mai bis 13. Juni geschützt sind und so auch das Angeln von diesen verboten ist. Die Größe der Karpfen ist hier 30cm. Das Angeln von Graskarpfen ist auf der anderen Seite gar nicht limitiert. Die Hechte sind hier ab dem ersten Januar bis zum 15. April geschützt und die erlaubte Größe ist 45cm. Freies Angeln gilt hier nur in dem Fall von Welsen, von welchen es hier wirklich sehr viele gibt und auch von Zandern. Die Brachsen haben eine minimale Größe von 20cm und sind vom 1. April bis zum 31. Mai geschützt. Ein erfolgreicher und beliebter Köder für die Welse ist der Aal, welcher hier eine erlaubte Größe von 40cm hat. Falls ihr den Aal als Köder in einem Geschäft kaufen solltet, nimmt euch auf jeden Fall den Beleg, denn es wird hier wirklich kontrolliert.

Wie verlaufen die Kontrollen hier

Die Kontrolleure hier sind Profis. Zumindest ich bin hier immer und nur auf Profis gestoßen. Die Kontrollen kann die Polizei, regionalen Mitarbeiter oder auch die Carabinieri durchführen. Ich hatte nie ein Problem, denn es reicht, wenn ihr eine gültige Erlaubnis, Beleg, dass ihr bezahlt habt und den Personalausweis vorzeigen könnt. Es ist wichtig, dass ihr auch Sauberkeit an der Stelle haltet und um sich nicht zu viel Müll habt, dann wird es auch kein Problem geben. Wenn ihr euch höflich benehmen werdet, könnt ihr sogar auch eine Paar Ratschläge und Tipps bekommen.

Wenn ihr ein Benziner Boot mithabt, ist es wichtig, es zu versichert zu haben, was man aber auch von Zuhause machen kann. Das wird nämlich auch kontrolliert und ein Verstoß gegen die Regeln wird hier hart bestraft. Man muss auf die Einfahrtsverbote achte und kein Müll in das Wasser werfen, was hier viele Leute machen und dann aber auch mit den Konsequenzen rechnen müssen.

Italien ist ein sehr gutes Land für Angler, welches das Angeln auf mehrere Ruten und nonstop Angeln erlaubt. Die Menschen hier sind nett und hilfsbereit. Dies gilt auch für die, welche euch kontrollieren. Wenn ihr euch anständig benehmen werdet, müsst ihr keine Angst haben und könnt im Gegenteil ein schönes Gespräch haben.

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Zděněk Řeřucha Chefredakteur Zachytame.de

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