Karpfen im Frühjahr

20. 02. 2020
Mit dem wärmeren Wetter im Frühjahr werden die Karpfen deutlich aktiver und der Erfolg bei dem Angeln ist nicht mehr so zufällig. Die Spezialisten messen ungeduldig die Wassertemperatur und wissen gut, dass ihre Erhöhung um jeden Grad auch die Chance auf einen schönen Fisch erhöht. Auch wenn uns das Wetter manchmal wirklich überraschen kann, sind wir doch nicht aus Zucker und halten das bisschen Regen aus.

Mit dem wärmeren Wetter im Frühjahr werden die Karpfen deutlich aktiver und der Erfolg bei dem Angeln ist nicht mehr so zufällig. Die Spezialisten messen ungeduldig die Wassertemperatur und wissen gut, dass ihre Erhöhung um jeden Grad auch die Chance auf einen schönen Fisch erhöht.

Auch wenn uns das Wetter manchmal wirklich überraschen kann, sind wir doch nicht aus Zucker und halten das bisschen Regen aus. Sonst aber können wir zum Wasser endlich wieder leichter gehen (also lieber mit einer Regenjacke im Rucksack, sicher ist sicher). Wie immer, der entscheidende Faktor wird die Auswahl der richtigen Stelle, Taktik, Futtermischung und des Köders zusammen mit geeignetem Werkzeug sein. Also fangen wir schön von Anfang an…

Wo halten sich die Karpfen im Frühling auf?

Zu dieser Zeit werden Karpfen (und auch andere Karpfenartige Fische) bestimmt das wärmere Wasser bevorzugen, das bedeutet, dass wir sie vor allem an nicht sehr tiefen Stellen finden, in welche sie hauptsächlich bei sonnigem und windlosen Wetter schwimmen. Dieses Wasser wird nämlich schneller wärmer, also werden wir die Fische an solchen Stellen suchen, falls hier auch noch Reste von verschiedener Vegetation sind oder hier neue wächst, ist es für sie nicht attraktiver. An fließenden Gewässern fokussieren wir uns wieder an ruhige Stellen wie Stellen über den Wehren, Buchten mit kleinen Tiefen, blinde Arme der Flüsse und Wasserrückflüsse, denn Frühling vermeiden die Fische noch starke Strömungen und suchen oft nach Nahrung in der Nähe des Ufers. Die Karpfenartigen Fische suchen auch gerne nach kleineren Lebewesen in dem Schlamm und faulender Schicht am Boden. An solchen Stellen können wir sie dann an dem Wirbel oder steigenden Blasen erkennen. So ein hungriger Karpfen vervollständigt manchmal sein Menü auch um Froscheier oder auch mit jungen Kaulquappen, dann bieten wir Köder in der Nähe des Ufers.

Stippangeln oder vom Boden?

Je nach der aktuellen Situation wählen wir die Angeltechnik. Manchmal halten sich die Fische in dem mittleren Teil der Wassersäule oder sogar kurz unter der Oberfläche auf. Das ist die ideale Zeit für das Stippangeln. Bei dem Stippangeln wählen wir am besten eine unauffällige Montage, falls wir nicht zu weit werfen müssen, benutzen wir die kleinstmögliche Pose und minimale Gewichte. Eine solche Montage wird nämlich viel ruhiger wirken, als eine große Pose mit viel Blei dran. Für das Angeln am Boden oder an Stellen mit großen Tiefen nutzen wireinstellbare Posen, bei welchen wir die gewünschte Tiefe ohne Einschränkungen wählen können. Mit einer Pose kann man an fließenden Gewässern auch am Boden fangen, man muss sie bloß so halten, um mit dem Köder den Boden immer nur kurz zu berühren. Wenn wir diese Kontakte von richtigen Fischen unterscheiden können, ist es eine sehr effektive Art.

Auf Grund mit einer traditionellen Montage kann man die Karpfen das ganze Jahr fangen und im Frühling werden wir an der richtigen Stelle sicher auch Erfolg haben. Wir wählen kleinere Köder uns sollten auf das Anbeißen bereit sein, denn die Karpfen können dann richtig loslegen.

Wir sollten aber auch das Feederangeln nicht vergessen, welches eine gewisse Variante des Angelns auf Grund ist, aber schon lange seinen eigenen Weg gefunden hat. Das Feederangeln wird mit sehr sanften Ruten mit sehr weichen Spitzen durchgeführt und an benutzt einen Futterkorb am Ende der Montage. Bei der Benutzung einer dünnen Schnur und eines Vorfachs mit kleineren Haken, ermöglicht uns diese Technik nicht nur Karpfen, sondern auch andere Karpfenartige Fische zu fangen. Im Frühling sind es vor allem Brachsen, Rotaugen und Zährten, manchmal kann sich aber auch schöne Schleienfangen. Diese Art des Angeln wird immer mehr beliebt und populär.

Welches Futter wählen? Das ist eine schwere Frage

Ohne Futter würden wir bei dem Karpfenangeln nur auf eine zufällige Aktion warten müssen, man sollte den Fischen also auch geeignetes Futter bieten. Futtermischungen findet man im Angebot von jedem Angel-Shop, also ist es manchmal sehr schwer, die richtige zu wählen, als wenn man sich nur zwischen zwei oder drei entscheiden sollte. So kompliziert wird es aber auch nicht sein, falls wir gute Erfahrung mit einer der Marken gemacht haben und in ihrem Angebot auch Futtermischungen für Frühling finden, können wir diese ausprobieren. Bei der Wahl können uns natürlich auch Erfahrungen von Freunden helfen. Es lohnt sich auch, einige Diskussionen auf Angelwebsites durchzulesen und Meinungen zu sammeln. Aus dem, was die Hersteller schreiben, werden wir uns meistens nicht viel nehmen können, denn niemand wird wohl zu seinem Produkt schreiben, dass es nicht lohnt, oder? Falls ihr euch eine eigene Mischung macht, könnt ihr alles hinzufügen, an was ihr glaubt, oder einige Rezepte aus dem Internet ein bisschen umändern. In stilles Wasser brauchen wir eine Mischung, welche leicht auseinanderfallen wird und eine anziehende Wolke bildet. In fließendes Wasser hingegen sollten wir härtere Kugeln oder Fladen benutzen (sie rollen am Boden nicht so leicht) und wir können ruhig auch aromatische Mittel auf einer Basis von Öl verwenden. Diese werden sich nämlich im wärmeren Wasser viel leichter verbreiten, als es im Winter im kalten Wasser war. Wir sollten es aber mit dem Futter nicht übertreiben, es ist besser, an die gewählte Stelle mehrmals aber in kleinen Mengen zu werfen. Wir werden so die Fische am einer Stelle halten können und es droht uns nicht, dass sie sich vollfressen würden und das Interesse verlieren sollten.

Wie sollte man den Köder wählen

Am wirksamsten sind in der Frühlingszeit meiner Meinung nach natürliche Köder, also Regenwürmer oder Kompostwürmer. Viele Angler werden aber nicht übereinstimmen und lieber Boilies, Pellets oder Nudeln verwenden, eventuell auch Kartoffelkugeln, Mais, Erbsen oder Teig aus geheimen Familienrezepten. Beim richtigen Füttern und mit der richtigen Portion von Glück wartet auf jeden Erfolg. Es reicht einfach nur, an seine Köder zu glauben und sich mit Geduld auszurüsten. Falls aber alle um uns die Fische auf Regenwürmer fangen und auch erfolgreich sind, hat es keinen Sinn, in das Wasser weiter Nudeln oder Meis zu werfen. Wir müssen uns einfach dem anpassen, was gerade funktioniert. Eine interessante Variante sind kombinierte Köder, wo wir auf den Haken (oder Schnur, falls wir Boilies nutzen) ein "Männchen" aus verschiedenen anziehenden Leckerlies zusammenbauen. Zum Beispiel einige kleineren Würmer, welche leicht über der schwimmenden Kugel des Boilies hängen erweisen sich auch bei mir bei leicht schlammigem Boden. Bei der Wahl des Köder sollte man also immer nachdenken.

Angehängte Bilder

Zděněk Řeřucha Chefredakteur Zachytame.de

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